1. Ein Fanprojekt, sauber etikettiert
Dieses Feldbuch ist ein unabhängiges Fanprojekt. Es gibt keine Verbindung zum Entwickler oder Betreiber des Spiels — keine Aufträge, keine Absprachen, keine Vergünstigungen. Die Redaktion besteht aus Leuten, die ihre eigenen Läufe zu Protokoll genommen haben, bis die Seiten voll waren. Das ist die ganze Story, und sie ist kurz. Gute Feldbücher sind es gewohnt.
Chicken Road selbst ist ein Arcade-Spiel für die Freizeit. Wir beschreiben es ausschließlich so: als Nervenarbeit mit Federführung, als Übung, als Handwerk. Für alles andere hat dieses Heft keinen Eintrag und wird auch keinen anlegen.
2. Die Leitartikel-Regeln
Fünf Regeln, an jedem Eintrag gemessen. Sie hängen ausgedruckt über dem Schreibtisch und haben schon zwei Kaffee fleckig gemacht:
- Beobachtung vor Behauptung. Kein Eintrag ohne eigenes Protokoll dahinter. Meinungen sind erlaubt, aber sie müssen sagen, woher sie kommen.
- Unbekanntes bleibt unbekannt. Wo die exakten Werte des Originals stehen, verweisen wir dorthin — wir raten nicht und runden nicht schön.
- Klarer Ton, ohne Verkaufsstimme. Wenn etwas langweilig ist, steht hier „langweilig“. Sarkasmus ist erlaubt, Verkaufsreden nicht.
- Fehler werden protokolliert. Korrigierte Stellen bekommen eine Randnotiz, kein stilles Nachbessern. Ein Feldbuch mit Radiergummi-Merkmal wäre keins.
- Niemand wird gedrängt. Wir empfehlen Pausen, Demos und Haltepunkte — niemals „noch einen Versuch“. Solche Sätze passen in kein Ordner dieses Archivs.
3. Warum wir die Demo überall empfehlen
Weil sie die ehrlichste Spielweise ist: volle Mechanik, keine Konsequenzen, alle Spur-Grade. Wer die Demo übt, lernt das Spiel — wer sie überspringt, lernt stattdessen seine eigenen Reflexe, was weniger ergiebig ist. Deshalb steht sie in jedem Kapitel an derselben Stelle: ganz oben.
4. Mitmachen, korrigieren, widersprechen
Das Archiv wächst aus den Rückfragen der Leserschaft, die Korrekturliste aus den Fehlermeldungen. Beides läuft über den Funkkontakt. Wer etwas beibringt, das wir falsch protokolliert haben, bekommt einen Eintrag im Heft — die höchste Währung dieser Redaktion, und sie ist ehrlich gemeint.